Dorfgeschichte von 1946 bis 2010

Die Brücke war am 4. April durch ein Kommando der deutschen Wehrmacht  gesprengt worden, wie so viele Brücken beim Rückzug, um den Vormarsch der Allierten zu bremsen und deren Nachschubtransporte zu erschweren. Amerikanische Pioniere hatten sehr schnell eine Behelfsbrücke errichtet und es wird berichtet, dass am 10. August 1945 bereits der erste Zug wieder über die Brücke gefahren sei.  Der auf dem Foto zu sehende Staub könnte durch Nachsprengungen entstanden sein. 

Nach dem Krieg kommen viele Flüchtlinge und Heimatvertriebene nach Jossa,

Bevölkerungszahl 1946: 901 Einwohner obwohl 55 Soldaten im Krieg geblieben sind,
vor dem Krieg: 647 Einwohner
Es herrscht Wohnraumnot. Deshalb wurde in Jossa auf dem Freigelände bei der Schule ein Behelfsheim errichtet. Hinter dem Eisenbahnbamm links von der Landstraße nach Altengronau stand eine größere Wohnbaracke, in der 5 bis 6 Flüchtlings-Familien wohnen mussten.

Es gibt vier Besatzungszonen. Im Osten regieren die Sowjets, im Westen Franzosen, Engländer und Amerikaner. Zunächst bestehen ausschließlich Militärregierungen, die nach und nach weisungsgebundene deutsche Verwaltungsorgane aufbauen. Auch die örtlichen Verwaltungen werden von der Militärregierung eingesetzt. 

Die Aufnahme von Millionen Flüchtlingen und Vertriebenen aus dem Gebiet der sowjetischen Besatzungszone und aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten war für die westallierten Besatzungsmächte und die Bevölkerung in diesen Gebieten eine schwierige Aufgabe. Am schwierigsten war die Bewältigung dieser Lebenssituation natürlich für die Betroffenen selbst. An den oben genannten Einwohnerzahlen von Jossa kann man abschätzen wie die Situation in unserem Dorf gewesen sein mag. Einen ausführlichen Bericht über das in Mottgers eingerichtete Flüchtlings-Auffanglager kann man über die Webseite der Gemeinde Sinntal nachlesen. Dort ist ein Beitrag von Ernst Müller-Marschhausen hinterlegt.

 

Die ersten Nachkriegsbürgermeister in Jossa waren Johannes Müller von 1945 - 1946
und Johannes Ruppert von 1946 - 1948. Der in der NS-Zeit verantwortliche Bürgermeister Konrad Walther wird von den Amerikanern festgenommen. Nach seiner Entnazifizierung (so nannte man die Umschulungsmaßnahmen mit verantwortlichen Personen) kehrt er wieder heim. 

Bezugsmarken sollen für eine zumindest notdürftige Versorgung der Bevölkerung sorgen, da das noch im Umlauf befindliche Geld ständig an Wert verliert und zum Schluß das Papier nicht wert ist, auf dem es gedruckt wurde.

Die westlichen Militärregierungen (Alliierter Kontrollrat) werden 1949 abgelöst durch die erste Regierung der Bundesrepublik Deutschland unter Führung des Bundeskanzlers Konrad Adenauer (CDU). Im Osten entsteht im gleichen Jahr im Bereich der sowjetischen Besatzungszone die DDR.

 

 

 

 

1948

Maler- und Lackierermeister Johann Zeller wird Bürgermeister in Jossa und übt dieses Amt bis 1969 aus.
 
Die überall herrschende hohe Arbeitslosigkeit reduziert sich nach Einführung der Deutschen Mark im Jahre 1948 permanent. 
 
Die Wirtschaft kommt nach der Währungsreform in Gang.

Bei Grubenholzarbeiten fanden nach dem Krieg viele Männer Beschäftigung 

1949

Die Sportgemeinschaft Jossa wird auf Betreiben des Fußballers Gustav Weininger (gebürtig aus Mittelsinn, nach Jossa verheiratet) gegründet und nimmt aktiv am Verbandsspielbetrieb des Hessischen Fußballverbandes in der B-Klasse Schlüchtern teil. Eine Kurzchronik der Sportgemeinschaft ist unter der Rubrik Vereinschroniken zu finden.  

 

Auf dem oberen Foto sind zu sehen:

Die Fußballer 1. Reihe vorne von links: Horst Weininger, Hubert, Siegfried Knappert,  

 

2. Reihe von links: Lothar Krügler, Paul Storch, Hans Schröder, Fußballer hintere Reihe von rechts: Karl Mewes, Fritsch, Melchior Klein, Gustav Weininger, Hans Richter. Neben Hans Richter in Zivil: Fritz Fuß, ebenfalls Fußballer und Vorsitzender Kreß, Vorstandsmitglieder von rechts: Vorstandsmitglied Krügler, Kassierer Karl Zeber, in der Mitte hinten: Johann Zeller und Peter Ziegler (Spielausschußmitglieder) und Fritz Ruppert (Schriftführer). Auf dem Foto darunter ziehen die Mannschaften zum ersten Spiel unter musikalischer Begleitung durchs Dorf zum Fußballplatz, hier beim Viadukt.  

1949  

NEUE GLOCKEN FÜR DIE JOSSAER KIRCHE

 

Zu diesem freudigen Ereignis wurden auch Fotos gemacht. Man erinnert sich an ein Foto, das die Glocken auf dem geschmückten Fuhrwerk zeigt, das die Glocken vom Bahnhof zur Kirche gebracht hat. Leider wurde es nicht aufgefunden. 

 

Drei neue Glocken läuten über Jossa

 

   Veröffentlichung im Sonntagsblatt

 

Jossa:
Am Sonntag Judica bedauerte in Jossa niemand mehr, dass die Glockenfeier am 5.3.1949 dem Tage des 40-jährigen Kirchenjubiläums und der Jubelkonfirmation, nicht hatte stattfinden können; es herrschte nun vielmehr Freude darüber, dass die Gemeinde bei schönen Wetter einen zweiten Festtag im gleichen Monat begehen konnte.

 

Ab 9 Uhr bliesen die Marjößer Posaunen auf dem Platz am Kirchturm, von dem man einen herrlichen Blick auf das Dorf und das schmale Jossatal, auf die steilen Hänge und über den zerstörten Eisenbahnviadukt gen Osten auf die Ausläufer der Rhön hat. Die Posaunen mussten bald aufhören, um sich noch ein Plätzchen innerhalb der Kirche zu sichern; viele Besucher, darunter manche aus den Nachbargemeinden, standen draußen, als der Gottesdienst um 9.30 Uhr begann.

 

Als die Festgemeinde nach der von Pfarrer Bock gehaltenen Eingangsliturgie mit Posaunenbegleitung: „Du meine Seele singe…“ gesungen hatte, predigte Propst Wibbeling über Johs. 8, 12. Er hatte den gleichen Text gewählt, den die Kaiserin in die Altarbibel schrieb und den am 06. März 1910 auch der damalige Superintendent Orth – Schlüchtern für seine Weihrede nahm; der Propst gedachte seiner und übermittelte herzliche Grüße des leider am Kommen verhinderten Pfarrers Frankenberg- Oberdorfelden, der im Jahre 1910 die Festpredigt über die Zachäusgeschichte hielt und nun seine Wünsche in den schriftlichen Grußwort durch das Wort zusammenfasste: „Heute ist diesem Hause Heil widerfahren!“ (Luk. 19, Vers g.)     

 

Die Predigt zeigte zunächst das Unheil, das in kurzer Zeit zweimal über Land und Leute kam; das Geschick der Glocken bezeugt es. Vierzig Jahre erst steht die Kirche, und doch hat sie schon zweimal Glocken opfern müssen; die eine noch vorhandene stammt nicht einmal aus dem Jahre der Kirchweihe 1910. In den langen dunklen Jahren durfte sich die Gemeinde an dem Licht erfreuen, das durch Jesus und sein Wort in jede Dunkelheit hineinkommt; in diesem „Licht der Welt“ ist Gottes Heil und Segen in Gegenwart und Zukunft den Seinen zur Verfügung. Die Glocken rufen uns zu dem Herrn, der allein wahr machen kann, was er verheißend denen, die ihm gehorchen, sagt: „Ihr seid das Licht der Welt!“ Die Gemeinde sang: „Ich bin das Licht, Ich leuchte euch für …“    

 

Anschließend grüßte dann der Ortspfarrer namens der Muttergemeinde Marjoß, des Dekans Jung – Schlüchtern und des katholischen Seelsorgers der Flüchtlingsgemeinde, Pfarrer Hermann – Altengronau. Er stellte der „Geschichte der Glocken“ das Losungswort des Sonntags: Hesek. 37, 5 voran: „Siehe, ich will einen Atem in euch bringen, dass ihr sollt lebendig werden!“   Jossa hatte bis zum ersten Weltkrieg drei Glocken, die große und die kleine waren 1909 von Schilling-Apolda gegossen. Die politische Gemeinde hatte die große Glocke geschenkt, und der Schmiedemeister Konrad Schüßler die kleine gestiftet. Zu diesen beiden Glocken kam zur Einweihung der Kirche am 06. März 1910 als mittlere die Bach – Windecken 1889 gegossenen Glocke hinzu, die einst für die alte Schule mit dem Betsaal bestimmt war. Im ersten Weltkrieg mussten die kleine und die mittlere abgegeben werden. Der verstorbene Altbürgermeister Konrad Zeller konnte im Jahre 1923 eine kleine Glocke erwerben, die 1861 in Konstanz gegossen war und der katholischen Gemeinde Rennenberg, Amt Wertheim gehört hatte.              

 

Im zweiten Weltkrieg wurde die große Glocke am 12. Januar 1942 demontiert; das kleine Glöckchen von 1923 läutete nun allein, bis es im Dezember 1945 sprang; am 19 Juni 1946 umgegossen, konnte es ab 25. August 1946 wieder seinen Dienst tun; es erhielt die Inschrift, die die kleine Glocke des Konrad Schüßler (1909) trug: „Kommet, denn es ist alles bereit“. (Luk. 14, 17). Die Vervollständigung des Geläutes übertrug die Kirchengemeinde im Jahre 1949 dem „Bochumer Verein“, da sie wegen ihrer Armut nicht hoffen konnte, die Mittel für Bronzeglocken zu beschaffen; sie wollte sich auch nur auf freiwillige Opfergaben stützen.      

 

Die Stahlglocken sollen die Gottesdienstbesucher mahnen, sich im Glauben fest machen zu lassen – so deutete sie Pfarrer Bock - , damit sie allen Anfeindungen und Versuchungen     gewachsen bleiben, derart, dass auch im Westen entstehe, was Bischof Dibelius – Berlin unlängst in Koblenz von der Kirche in der Ostzone sagte: Ein „gehärtetes Christentum“.        

 

Im weiteren Verlauf des Festgottesdienstes leitete das Weihgebet des Propstes das erste Läuten der Glocken ein; jedes Mal, wenn er Bezeichnung und Inschrift genannt hatte, hörte man die Glocke eine Minute lang; zunächst die kleine „Betglocke“ mit der Inschrift Luk. 14. 17, danach die mittlere, die „Gedenkglocke“, auf der die Verheißung steht: „Friede auf Erden“; sie ruft täglich nach dem Abendläuten zum Gedenken an die Gefallenen und Vermissten, die Verstorbenen und alle Menschen in Not. 32 Namen der Gefallenen der Neubürger wurden verlesen. Die große „Lobglocke“ mit der Aufschrift: „Friede auf Erden“ beschloss den Weihakt. Der Schülerchor (Lehrer Hellpap) hatte inzwischen mit einem seinen Glocken-Kanonen gedient, von der Oberstufe wurden Gedichte vorgetragen, und der Männerchor Jossa unter Leitung von Herrn Schneider – Altengronau brachte „Die Himmel rühmen …“ zu Gehör. Die Festgemeinde war sichtlich bewegt, als danach die drei Glocken gemeinsam ihre Stimme zum ersten Vollgeläut erhoben: Sie betete dabei im gemeinsamen gesprochenem „Unser Vater …“ den Herren an, der das Werk gelingen ließ.       

 

Als der Kirchenchor, (Lehrer Hellpap) „Nun danket alle Gott …“ gesungen hatte, beglückwünschten Landrat Jansen – Schlüchtern und Bürgermeister Zeller die Gemeinde. Nach dem Segen wurde vom Posaunenchor Marjoß „Die Sach ist Dein, Herr Jesu Christ …“ geblasen, und die langsam das Gotteshaus verlassende Gemeinde hörte nun im Freien das neue Geläut (h`- d“ – e“), das mächtig und melodisch zugleich von den Hängen des Spessart widerhallte.               

 

Sehnlich wartet nun die Muttergemeinde Marjoß auf den 03. September (Kirchweihfest), da auch sie sich an den Klang dreier Glocken wird erfreuen dürfen; aber die bis dahin noch zu überwindenden Schwierigkeiten sind größer als jene, die von den Jossaern gemeistert wurden.

 

1950 -1951

Bau einer neuen Eisenbahnbrücke durch die Firma Bödicker (Dörnigheim)
Die neue Brücke wird am 27. Oktober 1951 offiziell übergeben. 

Kirmes 1949, Ortsmitte, rechts die Brücke führt zum Gasthof Joßgrund 

1951

Am Friedhof wird ein Ehrenmal für die Opfer des 2. Weltkrieges errichtet.

1997 wird auf Initiative von Wilhelm Zeller noch ein großer Gedenkstein mit einer Bronzetafel mit den Namen der Gefallenen und Vermißten daneben platziert. Auf dem Foto zu sehen (von links): Küster Heinrich Werner, Initiator Wilhelm Zeller, Kurt Hahn und Ortsvorsteher Konrad Ruppert 

1952

Gegenüber vom Hauptschulgebäude wird ein 3. Schulsaal mit Nebenraum errichtet,
da 2 Klassen für die Kinderzahl der 8 Schuljahre der Volksschule nicht ausreichen.

Die Firma Paul Turban betreibt auf ihrem Firmengelände in der Nähe des Bahnhofs Jossa den Bau und die Renovierung von Dampfmaschinen.

 

 

Ein altes Firmenschild, wie es auf die Fahrzeuge geklebt wurde, ist noch erhalten

 

Rolf Turban, der jüngste Sohn von Paul Turban, der im Alter von 66 Jahren im Jahre 1963 verstirbt, berichtet in einem Zeitungsartikel in einer Regionalzeitung seines damaligen Wohnortes über diese Zeit:

REICHELSHEIM (ida). Technikbücher, Zeitungsausschnitte, Kataloge und einige alte Firmenaufkleber liegen auf dem Tisch. Erinnerungsstücke. Rolf Turban hat sie gesammelt. "Mein Vater hatte in Jossa bei Schlüchtern eine Firma, die Dampfpflüge, Lokomobile, Dreschmaschinen und Aufbauten für die Maschinen herstellte", erzählt der 58-jährige Gartenbauingenieur. Seine Kindheit verbrachte er in den Produktionshallen. "Ich war lieber in der Schreinerei, da war es nicht so laut, das war mein Spielplatz", erzählt er. "In der Schmiede wurde gehämmert und geschlagen, das war nichts für mich." Rund xx Leute schafften zur Blütezeit bei der Firma "Paul Turban Lokomobilen und Zubehör, Sägewerkbedarf aller Art". Noch heute ist Rolf Turban fasziniert von der alten Technik, mit der in der Landwirtschaft gearbeitet wurde. "Dampfpflüge waren Vorläufer von Traktoren", erklärt er. Vor drei Jahren begann er einige Bücher und Artikel über Dampfpflüge zusammenzutragen. "Eines habe ich in einem Antiquariat übers Internet bestellt." Darin sind Fotos und Zeichnungen der Kolosse aus Stahl zu sehen: Zwei Lokomobile wurden benötigt, um einen Acker zu pflügen. Bis zu 500 Meter standen die Antriebsgeräte auseinander, verbunden mit einem Seil, das einen Pflug über den Acker zog. "Mein Vater hat auch Geräte in die Wetterau verkauft", erzählt Turban. Weitere Maschinen exportierte der Betrieb nach Norwegen, Schweden, Paraguay und Uruguay. "Interessant, wie damals schon weltweit gehandelt wurde." Darum, wie die Dampfpflüge und Lokomobile verladen wurden, kümmerte sich Turban als Bub weniger. "Mich interessierten eher die Briefmarken, die aus dem Ausland kamen." Per Bahn ging's für die Stahlkolosse von Jossa zum Hafen nach Bremen, dann mit dem Schiff weiter. "Gut für die Firma war, dass sie über einen direkten Bahnanschluss verfügte." In Museen oder auf Oldtimerausstellungen hat Turban schon etliche Lokomobile gesehen - eine von seinem Vater war nicht dabei. Etwa fünf Dampfpflugpaare gibt es in Deutschland noch, schätzt Turban. "Die größte deutsche Firma, die Dampfpflüge herstellte, war Ottomeyer", erzählt er. Bis Anfang der 60ziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurde mit den Geräten gearbeitet. Dann waren sie überholt. "Bis zu drei Stunden waren nötig, die Lokomotiven anzuheizen", zitiert Turban aus einem Buch. Einen Vorteil macht er beim Pflügen mit einem Dampfpflug aus: "Der Boden wurde nicht so sehr verdichtet, weil die schweren Maschinen auf dem Weg standen." Ein Lokomobil wog 19,5 Tonnen. Dazu kamen noch Wasser und Kohle. Immerhin brauchte so ein Gerät bei der Arbeit 250 Kilo Kohle in der Stunde. Geschafft wurde in der Pflugsaison 18 Stunden am Tag. Eine ganze Mannschaft war nötig, um die Äcker auf diese Weise zu bearbeiten: Fünf Leute teilten sich den Job ein. Nötig waren ein Pflugmeister, zwei Maschinisten, ein Pflugmann und ein Schwanzmann. Nur große Güter leisteten sich eigene Dampfpflüge. "Organisiert war das Pflügen als Lohnarbeit", erzählt Turban. Ähnlich wie heute die Maschinenringe arbeiten. Die Pflügertrupps mit ihren Maschinen wurden von den Landwirten bestellt. Meist waren es Leute, die bei den Firmen, die die Dampfpflüge bauten, angestellt waren. Sie zogen mit den schweren Geräten über Land.

 
"Gut, dass es den industriellen Fortschritt gab", meint Turban. Wenngleich der Fortschritt auch das Aus für den Betriebszweig der Firma seines Vaters bedeutete. "Er hatte Ideen in den Traktorbau einzusteigen", erzählt der 58-jährige. Doch dann wurde Paul Turban krank, war einige Jahre pflegebedürftig und starb im Alter von 66 Jahren, 1963. Der Betriebszweig erlosch, der ältere Bruder von Rolf Turban, führte den Betrieb als Schlosserei. "Das mit den Dampfpflügen ist Nostalgie, eines kommt vom anderen, ohne diese Technik hätten wir heute keine Traktoren", sinniert Turban. Und noch etwas ist ihm wichtig: Die Landwirtschaft hat eine besondere Rolle im Fortschritt. "Nach dem Krieg hat sie uns ernährt, das wird zu oft vergessen, unsere Existenz kommt von den Äckern", sagt er. Außerdem hat sie eine ganz besondere Geschichte, sehr vieles sei aus der Landwirtschaft heraus entstanden, nicht nur die Dampfpflüge.

Rolf Turban hat uns diese Fotos mit folgenden Informationen zur Verfügung gestellt: 

Die letzte Maschine von unserem Vater wurde von einem Künstler (Zimke) aus Bremen gezeichnet. Jene Zeichnung ist auf der ersten Seite der pdf-Datei zu sehen. Die andere Seite zeigt den Verkauf der letzten Maschine. Sie wurde 1988 von Werner Turban an den Fabrikanten Alfred Rosai verkauft und zum Schloss Teising 8267 Neumarkt-St.Veit. transportiert.

Viele Grüße aus Lilienthal - Rolf

 

1952

wird in der jetzigen Waldsiedlung mit dem Bau der ersten neuen massiven Häuser nach dem Krieg begonnen, Sandsteine der alten Eisenbahnbrücke werden bei fast allen Neubauten als Material für das Kellermauerwerk genutzt.
 

Das Erdenwerk Patzer aus Thüringen findet 1953 in Jossa einen neuen Standort.

 


Im Bereich des Jossaer Bahnhofes verfügt man über das wichtige Anschlußgleis. hier in wenigen Sätzen die Firmengeschichte:


Einer der ältesten Erdelieferanten im Gartenbau

Seit der Gründung der Firma Patzer im thüringischen
St. Gangloff (1911) zählte die Aufbereitung von Laub- und Nadelerde sowie Waldboden für die Erdherstellung zum Hauptgeschäft. 

Auch nach Enteignung, Flucht und Gründung der Firma Gebr. Patzer KG in Sinntal-Jossa (1953) wird die Produktion am neuen Standort auf diese Weise fortgeführt. 1955 beginnt die Herstellung von Einheitserde nach dem Patent von Prof. Dr. Anton Fruhstorfer. Aus diesem Grundrezept sind zahlreiche Haupt- und Spezialerden entstanden, die heute zum Sortiment gehören.
 

 

Historie, Kurzform – Einheitserdewerke Patzer
 
1911 Gründung durch Paul Patzer in St. Gangloff in Thüringen (Ostdeutschland)
 
1953 Enteignung und Flucht der Brüder Herbert und Erich Patzer nach Westdeutschland Gründung der Firma Gebr. Patzer KG in Sinntal-Jossa. Aufbereitung von Laub-, Nadel- und Heideerde für die Herstellung von Erden für den Gartenbau.
 
1955 Lizenz zur Herstellung der „Fruhstorfer Einheitserde“ für die Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern (nach Patent von Prof. Anton Fruhstorfer)

Auf dem LKW: Marga Hahn geb.Zeller, Erika Schultheis, geb. Ruppert, Mariechen Hohmann geb. Zeller und Heinrich Zeller (Hänsjes Henner). 

 

heute (Stand 2016)

o    Herstellung und Vertrieb von Substraten, Erden, Torf und Dünger für den Gartenbau, den gärtnerischen Fachhandel und die Fach-Garten-Center

o    120 Mitarbeiter

o    4 Produktionsstandorte in Deutschland,

o    4 Produktionsstandorte in Estland und Lettland

o    ein Verteilerzentrum in Frankreich

o    900 ha Torfabbauflächen, eigene Tonvorkommen für die nächsten 100 Jahre

o    Produktion: 60% für den Produktionsgartenbau und 40% für den Endverkauf

 

o    Exportanteil bei ca. 35%

Foto von ca. 1963 (aktuellstes Luftbild vom Werksgelände siehe 2012)

 

 

Neben der Gründung von Niederlassungen in Deutschland und in einigen europäischen Ländern wird das Werk in Jossa beständig vergrößert. Heute hat die Firma Patzer zusätzlich noch in Altengronau eine große Lagerhalle, Büros und eine große Lagerfläche. 

 

 

1954
 
Entwicklung des deutschen Wirtschaftswunders, bald gibt es auch in unserer Region Arbeitslose eigentlich nur noch in den wetterabhängigen Branchen Forstwirtschaft und Bauwirtschaft in den Wintermonaten.
 
Die Firma Gerhäuser in Altengronau nimmt einen enormen Aufschwung. Auch aus Jossa stehen dort viele Arbeitnehmer in Lohn und Brot. Nach dem Bauboom und durch internationale Konkurrenz wird es später für das Unternehmen immer schwieriger, kostendeckende Preise zu erzielen. 1985 erfolgt die Insolvenz.  

 

In Sterbfritz entsteht die Schuhfabrik Icas. Hier fanden viele Frauen einen Arbeitsplatz. Aktuell (Ende 2016) betreibt dort die französische Firma Plasctic Omnium eine spezielle Kunstoffherstellung mit Lackiererei für die Autoindustrie. 
In Mottgers entsteht das Wohnwagenwerk Tabbert, jetzt Knaus-Tabbert. 
 
In Jossa wird die geschotterte Dorfstraße ausgebaut,

 

Die Stützmauern an den "oberen Wegen" werden alle komplett neu errichtet.

 

Die Brücken in der Dorfmitte bei der Linde (Firma Müller, Vollmerz) und beim Gasthof Stern werden neu gebaut. Für die Straßenverbreiterung muss die Außentreppe des Hauses von Konrad Ruppert verlegt werden.
Der Engpass bei der ehemaligen Schreinerei bleibt bis heute bestehen.
 
Im Rahmen des grünen Planes wurde der Hohe-Leite-Weg, und die Straße am Plan asphaltiert
 

 

 

1961 

 

Errichtung einer Friedhofshalle.
 
Einrichtung einer Ortsrufanlage mit Lautsprechern an allen wichtigen Stellen im Dorf, damit die gesamte Bevölkerung über den Ortsfunk informiert werden konnte.

Die Anlage ist heute noch in Betrieb.

 

Durch Erlöse aus dem alljährlichen Weihnachtsmarkt wurde die Verstärkeranlage 2005 durch eine neue ersetzt. 

 

 

1962 

Bau einer Turnhalle. Ermöglicht wurde dies durch das Rot-Weiß-Programm des Landes Hessen. Der damalige Schulleiter Joachim Niepelt machte sich stark für den Bau dieser Einrichtung. Ohne ihn wäre es trotz hoher Förderquote vermutlich nicht möglich gewesen, in der Gemeindevertretung Jossa den entsprechenden Beschluss herbeizuführen. Die Halle wurde und wird nicht nur für sportliche Zwecke genutzt, sondern auch für Veranstaltungen aller Art. Viele Jahre konnte z.B. die Kirmes nicht mehr gefeiert werden, weil kein nutzbarer Saal zur Verfügung stand. Im Saal Schüßler waren Tanzveranstaltungen aus Gründen der Baustatik nicht mehr zugelassen. 


Aktuell (2016) wird die Halle sehr intensiv genutzt, besonders auch durch die Tanzgruppen. Kirmes, Jugendtanz, Garde- und Showtanz, Theater - ohne die Halle wäre dies alles nicht möglich. Auch beim alljährlichen Weihnachtsmarkt haben wir durch die Halle natürlich viele Möglichkeiten. Durch die umfassende Renovierung mit dem Einbau eines Schankraumes, Fußbodenabschliff und -behandlung und Innenanstrich wurde die Halle wieder zu einem Schmuckstück. Die nötige Dacherneuerung wurde im Rahmen der Förderung aus dem Konjunkturprogramm des Landes Hessen im Jahre 2010 durchgeführt. Der fällige Außenanstrich erfolgte durch die Vereins-Arge in Eigenleistung mit fachmännischer Unterstützung durch Rainer und Ulrich Röder.

 

Die 1962 fertiggestellte neue Turnhallle. Als Maßnahme des Dorferneuerungs-programms 1979 -91 wurde der Anbau überdacht. Rechts daneben der 3. Schulsaal. Als dieser nicht mehr für den normalen Unterrichtsbetrieb benötigt wurde, wurde dort Berufsschulunterricht und Hauswirtschaftsunterricht erteilt.

 

 

Verbesserungen der Wasserversorgung
 
Bau der ersten ordnungsgemäßen Abwasserleitung in der jetzigen Waldstraße mit anschließendem Straßenausbau 
 
Das Neubaugebiet "Am Sonnenhang" wird erschlossen, bald werden dort die ersten Häuser errichtet

 

 

 

1969

Am 8. November wird im Vereinslokal "Zum Goldenen Stern" die Jugendfeuerwehr Jossa gegründet

 

Eine Kurzchronik zur Jugendfeuerwehr ist unter der Rubrik "Vereinschroniken" zu finden

 

 

1972 

errichtet die Sportgemeinschaft Jossa ihr erstes Vereinsheim am Sportplatz am Eisenbahnviadukt in Holzbauweise. Das Bauholz stammte vom ehemaligen Kindergarten in Züntersbach, den freiwillige Helfer der Sportgemeinschaft Jossa demontierten. Die Außenfassade wurde mit kostengünstigen Messerresten aus einem Furnierwerk in Maintal verkleidet. Toiletten, ein Schiedsrichter-Umkleideraum, zwei kleine Umkleideräume für die Mannschaften und ein Duschraum mit Warmwasser waren im Vergleich zum gängigen Standard eine erhebliche Verbesserung. Ein Versammlungsraum für ca. 50 Personen wurde nach dem Spiel und für die Spielersitzungen gerne zum geselligen Zusammensein genutzt. Vorsitzender Günter Walther dankte bei der Jahreshauptversammlung allen Helfern für ihren lobenswerten Einsatz bei der notwendigen Errichtung eines vereinseigenen Domizils. Nachdem die Gemeinde Jossa durch einen Zuschusss in Höhe von 6.000 Mark die Finanzierung eines ordnungsgemäßen Stromanschlusses ermöglicht hatte, konnte auch eine Trainingsbeleuchtung  für das halbe Spielfeld installiert werden, sodass auch im Herbst und Winter auf dem Sportplatz trainiert werden konnte.  

 

 

1974

wird Jossa im Rahmen der hessischen Gebietsreform in die Großgemeinde Sinntal mit zunächst 11, später 12 Ortsteilen eingegliedert
 
Letzter Bürgermeister von Jossa war Johannes Zeller (Schneiders Hans) von 1969 bis 1974
 
Er wird auch der erste Ortsvorsteher bis 1977, sein Stellvertreter war Peter Ziegler

Peter Ziegler wird sein Nachfolger (bis 1985)

 

 

1978

Gründung des Verkehrs- und Heimatvereins Jossa e. V. 
am 7. März 1978 Vorsitzender wird Otto Röll, der dieses Amt fast 25 Jahre ausübt. Der Verein soll im Rahmen seiner Satzungsaufgabe "Förderung des Fremdenverkehrs" auch zur Anerkennung als staatlich anerkannter Erholungsort des Dorfes wichtige Beiträge leisten. Dies gelingt im Zusammenwirken mit der Gemeinde Sinntal  und dem Ortsbeirat. 

 

 

Hier ein Foto beim Festzug anläßlich des 10-jährigen Bestehens des Verkehrs- und Heimatvereins. 

 

 

Jossa wird staatlich anerkannter Erholungsort. Um dieses Prädikat zu erreichen, müssen eine ganze Reihe wichtiger Kriterien erfüllt sein. Die Zertifizierung als Erholungsort wirkt sich auch positiv auf die Gestaltung des Dorferneuerungsprogramms aus, das von der Gemeinde Sinntal mit hoher Förderung durch das Land Hessen von 1980 bis 1991 durchgeführt wird. Die Neuvergabe des Prädikats erfolgt in aller Regel nach einer Überprüfung, die etwa alle 10 Jahre erfolgt. Die letzte aktuelle Überprüfung fand 2016 statt. Anfang 2017 soll das Prädikat erneut verliehen werden. 

 

 

1979

Die Freiwillige Feuerwehr Jossa feiert das 50-jährige Bestehen mit einem großen Fest auf den unteren Joßwiesen vor der Eisenbahnbrücke. Hier ein Foto der Aktiven-  und Altersabteilung in Uniform.

Hintere Reihe von links:   Helmut Schüßler, Karl Schüßler, Heinz Ziegler,  Bernhard Walther, Willi Röder, Manfred Knappert,  Hans Röder, Helmut Werner (Wehrführer), Ludwig Nickel

Mittlere Reihe von links:   Philipp Schüßler, Kurt Ruppert, Richard Walther, Kurt Hoflender Kurt Röder, Wilhelm Zeller, Willi Zeller, Heinrich Werner, Rudi Schüßler, Dieter Michaelis, Karlheinz Zeller, Edgar Seuring, Karl Ziegler, Norbert Schäfer (wer sich hinter ihm mit Arbeitsmütze versteckt hatte, ist nicht zu erkennen)

 

Vordere Reihe von links:   Friedrich Ziegler, Kurt Ruppert, Heinrich Schüßler (Vorsitzender), Klaus Zeller, Peter Michaelis, Hans Zeller, Heinrich Walther,  Friedrich Nickel, Wilhelm Werner, Adam Euler, Otto Röll

 

 

1980

Einweihung des neuen kirchlichen Gemeindehauses in der Waldstraße
Dieses Haus wird für den Konfirmandenunterricht und für die Jugendarbeit genutzt. Der Frauenkreis trifft sich hier regelmäßig. Seniorennachmittage finden statt. Auch die Chorproben werden im Gemeindehaus durchgeführt. In den kältesten Wintermonaten wird der Gottesdienst im größeren Saal des Gemeindehauses gehalten. Für Familienfeiern können Räumlichkeiten in dem Haus angemietet werden.

 

 

Das Neubaugebiet "Hohe Leite" entsteht. Das erste Gebäude ist das Haus Küppers,
Hohe Leite 2.

 

 

Die Sportgemeinschaft Jossa bemüht sich um einen neuen Sportplatz und macht auch beim Geschehen um diesen Fernsehbeitrag auf den gepflegten Acker aufmerksam auf, dem man Fußball spielen muß.

Holger Obermann besucht 1980 die Zeller-Elf und bringt diesen Beitrag im Hessischen Fernsehen in der Sendung "Sportkalender". Günter Walther hat einen Mitschnitt der Sendung von 1980 vom Hessischen Rundfunk gekauft. Hier kann man das Video sehen, das er daraus hergestellt hat.

Ortsmitte 1980 - 

 

Bildausschnitt aus einem Film des Hessischen Fernsehens zum Thema "Zellerelf"

Auf diesem Foto sieht man sehr deutlich, dass das Haus, das auf dem heutigen Dorfplatz stand und von 1797 bis 1847 als Schulhaus diente, mit dem Dach sehr weit in die Landesstraße hineinragte. Aus diesem Grund wurde es durch die Straßenbauverwaltung von der damaligen Besitzerin Liesel Zeller erworben und abgerissen. In der Dorferneuerung (1980 - 1991) entstand ein kleiner Dorfplatz. 

 

1980 - 1991 Flurbereinigung und Dorferneuerung in Jossa


Flurbereinigung und Dorferneuerung in Jossa waren eine wichtige Entwicklungsstufe für unser Dorf. Konrad Blum war Vorsitzender der Flurbereinigungs-Teilnehmergemeinschaft. Die örtlichen Mandatsträger wie Ortsvorsteher Peter Ziegler, Gemeindebeigeordneter Otto Röll (gleichzeitig Vorsitzender des neugegründeten Verkehrs- und Heimatvereins), Beigeordneter Heinrich Schüßler, sowie die Gemeindevertreter Konrad Ruppert und Günter Walther waren in dieser Zeit sehr gefordert, da es galt, sinnvole gemeindliche Projekte zu verwirklichen, die mit hohen Landeszuschüssen (meist 65 %) aus dem Dorfentwicklungsprogramm gefördert wurden. Da auch viele private Maßnahmen gefördert werden konnten, wurde die Dorferneuerung in Jossa ein sehr erfolgreiches Projekt.  
In der Flurbereinigung wurden die wichtigsten Feldwege asphaltiert, alle übrigen mit einer Schotterdecke und einer ordnungsgemäßen Wasserführung versehen. In der Dorferneurung entstehen die beiden Stege über Jossa und Sinn. 1983 entsteht eine neue Brücke über die Jossa und es erfolgt die Erschließung des neuen Sport- und Freizeitgeländes in den Joßwiesen durch den Einbau von Aushubmaterial vom Bau der Schnellbahnstrecke. Der neue Sportplatz wird 1984 angelegt und kann 1986 eingeweiht werden. Es entstehen ein Trainingsplatz und ein Parkplatz.. Auf dem gleichen durch Erdaushub vom Schnellbahnbau entstandenen Gelände wird ein Spielplatz und eine Kneipp-Anlage gebaut. Auch der Grillplatz entsteht auf der "Hohen Süss". Das Umfeld um die Kirche wird gepflastert. Der kleine Dorfplatz in der Ortsmitte wurde ebenfalls nach dem Abriss des dort stehenden Wohnhauses angelegt. Alle Maßnahmen sind in dem auf der nächsten Seite erfassten Artikel der 
Kinzigtal-Nachrichten vom 26. Juni 1991 nachzulesen. Da die alte Dreschhalle der neuen Straße zum Sport- und Freizeitgelände weichen musste, wurde mit den Entschädigungsmitteln als Ersatz eine Maschinenhalle am Feldweg Verlängerung Waldstraße errichtet. Diese wurde bis 2016 noch vom Vorstand der ehemaligen Dreschgemeinschaft verwaltet und dann meistbietend verkauft. Der Erlös soll zweckgebunden verwendet werden für eine Fahrbahndecke des ca. 1960 asphaltierten Feldweges Sonnenhang/(Hohe Leite Richtung Grillplatz (bis zum Waldrand). 

1985 

Konrad Ruppert wird Ortsvorsteher

Einweihung des Spielplatzes mit Kneipp-Anlage

 

Kinzigtal-Nachrichten 26. Juni 1991

,,Jossa ist in zwölf Jahren viel attraktiver geworden"
Dorferneuerungsprogramm läuft Ende des Jahres aus. 12,2 Millionen Mark investiert

Sinntal-Jossa [kp). Die Dorferneuerung im Ortsteil Jossa läuft Ende dieses Jahres aus. Damit endet eine finanzielle Förderung über zwölf Jahre für kommunale und private Maßnahmen. Aus diesem Grunde hatte Bürgermeister Hans-Eberhard Priemer die Mitglieder des Ortsbeirates Jossa zu einem Abschlussgespräch eingeladen, zu dem er auch den zuständigen Gruppenleiter des Amtes für Landwirtschaft und Landentwicklung, Dr. Krause, begrüßen konnte.

Priemer erinnerte daran, daß vor zwölf Jahren durch das Planungsbüro Welschowski ein Dorfentwicklungsplan für den Ortsteil Jossa erstellt worden sei. In einem Rückblick stellte Dr. Krause fest, daß in den letzten Jahren insgesamt 18 kommunale Maßnahmen in Jossa auf dieser Grundlage ausgeführt worden seien. Unter anderem nannte er die Herstellung der Sportplatzzufahrt einschließlich den Bau der Brücke über die Jossa, den Erwerb der alten Dreschhalle und deren Neubau an anderer Stelle, den Bau der Kneippanlage und des Kinderspielplatzes am neuen Sportplatz, den Bau zweier Fußgängerstege über die Jossa und die Sinn und die Fußwege vom Sportplatz zur Waldsiedlung und von der Straße "Am Plan" zum Wendehammer der Straße "Hohe Leite" sowie von der Spessartstraße-zur Straße "Am Plan".

Außerdem gehörten zu den gemeindlichen Maßnahmen der Bau der Brücke über den Mühlgraben zum Anwesen Patzer, die Fassadenrenovierung und Überdachung an der Turnhalle, die Renovierung der evangelischen Kirche einschließlich der Umfeldgestaltung und der Neubau des Treppenaufganges sowie der Bau des "Speckesteges" über die Jossa sowie ein Zuschuss zum Bau des Sportlerheimes. Diese Maßnahmen umfassten ein Investitionsvolumen von rund 1,1 Millionen Mark, wozu Landesmittel aus der Dorferneuerung in Höhe von 685 600 Mark flossen, führte Dr. Krause aus. Hinzu kamen 55 Privatmaßnahmen mit Kosten von über einer Million Mark, für die Landeszuwendungen von 323 000 Mark bewilligt worden seien.

Damit habe der Ortsteil Jossa überdurchschnittlich aus der Förderung im Rahmen des Landesprogrammes der Dorferneuerung partizipiert, sagte Krause. Diese Mittel" des Landes seien der Struktur des Ortes zugutegekommen, um ihn attraktiver zu gestalten. Der Ablauf der Dorferneuerung und der damit verbundenen Maßnahmen sei aus der Sicht des Amtes für Landwirtschaft und Landentwicklung Hanau zufriedenstellend verlaufen. Die Bündelung der kommunalen und privaten Maßnahmen sei positiv zum Tragen gekommen.

Bürgermeister Priemer dankte Krause und insbesondere dem Leiter des Amtes, Regierungsdirektor Gerd Merkel, und seinem Mitarbeiter B. Henkens für die engagierte Zusammenarbeit. Dem stimmten auch Ortsvorsteher Konrad Ruppert und die Mitglieder des Ortsbeirates zu.

Die Beratung durch das Amt für Landwirtschaft und Landentwicklung sei stets zufriedenstellend und konstruktiv gewesen. Ohne die Flurbereinigung und die gleichzeitig laufende Dorferneuerung wäre es beispielsweise kaum möglich gewesen, den Sportplatz und das Sportlerheim zu bauen, hob der Bürgermeister hervor.

 


Priemer wies auf den wichtigen Impuls hin, den das Investitionsvolumen von rund 2,2 Millionen Mark in gerade schlechten Jahren für die heimischen Handwerker ausgelöst habe. Dadurch sei eine Reihe von Arbeitsplätzen erhalten worden. Dem Dorferneuerungsprogramm sei durch die Sicherung von Arbeitsplätzen und die Verbesserung der Infrastruktur von Jossa Rechnung getragen worden betonte Priemer.

 

 

1986 

Einweihung des neuen Sportplatzes in den Joßwiesen. Staatsminister Armin Clauss, Landrat Hans Rüger, Bürgermeister Priemer und Kreisfußballwart Herrmann Merkel waren die wichtigsten Ehrengäste, die der Vorsitzende Günter Walther an diesem Freudentag der Sportgemeinschaft Jossa begrüßen konnte. Das Eröffnungsspiel bestritten die Mannschaften des FV Viktoria Altengronau und der Sportgemeinschaft Jossa.

 

 

1989 

Einweihung des neuen Vereinheimes der Sportgemeinschaft Jossa am neuen Sportplatz.

Mit ganz viel Eigenleistung und Selbstvertrauen wurde ein schmuckes Sportlerheim geschaffen, das eines der schönsten in der Region ist. Vorsitzender Günter Walther erläuterte in seinem Grußwort bei der Einweihung, dass einige wichtige Dinge zusammenkommen mussten, um dieses Projekt verwirklichen zu können. Die Zonenrandförderung durch den Bund ermöglichte die Förderung im Rahmen der Dorferneuerung durch das Land.

 

Weitere Zuschüsse kamen von der Gemeinde Sinntal, vom Main-Kinzig-Kreis und vom Hessischen Fußballverband. Der größte Einzelposten in der Finanzierung war die Eigenleistung, die mit 234.000 Mark bei 475000 Mark Gesamtkosten veranschlagt war. Eine Summe, die immensen Einsatz erforderte, den der Vorsitzende unermüdlich zeigte und von den freiwilligen Helfern erbeten und auch bekommen hat. Herwig Patzer hat das Vorhaben finanziell und durch den Einsatz von Radladern und Staplern in dankenswerter Weise unterstützt und damit einen großen Beitrag zum Gelingen des Vorhabens geleistet. Als alle Rechnungen bezahlt waren und das neue Sportlerheim am 2. Oktober 1989 eingeweiht werden konnte, trat große Erleichterung ein.

Das Sportlerheim in Jossa ist nach wie vor eines der schönsten im Main-Kinzig-Kreis. Auch der gepflegte Fußballplatz, dessen Rasenfläche 2016 renoviert wurde, braucht keinen Vergleich zu scheuen.  Das Nebengebäude entstand zunächst in Holzbauweise. "In de Lang' Stubb" fanden alle Sitzungen statt. Es gab eine Heizung und in einem Bauwagen daneben waren Toiletten. Im Jahr 2000 wurde das Holzgebäude abgerissen und massiv neu gebaut. Heute befindet sich darin die Rasenmäher-Garage, ein neu ausgestatteter Verkaufsraum und ein Freisitz, wo Sitzgarnituren stehen und auch gelagert werden. Seit 2008 sind Module einer thermischen Solaranlage auf dem Dach, welche in die erneuerte Heizungsanlage integriert ist.  

 

 

1988

Letzte Fahrt des Schienenbusses Jossa- Wildflecken am 27.05.1988

 

Foto von der Webseite der Eisenbahnfreunde Sinntal. Jürgen Lieb hat ein Buch über die Geschichte der Nebenstrecke veröffentlicht.   


1993 

Einweihung der Kläranlage an der Jossamündung
 

 

1997

wird mit Günter Walther ein erfahrener Kommunalpolitiker und Vereinsmann zum Ortsvorsteher gewählt, der bis heute noch seine ehrenamtlichen Tätigkeiten als Schriftführer des Ortsbeirates, als Ortsgerichtsschöffe und Vorsitzender des Verkehrs- und Heimatvereins engagiert ausübt. Zur Kommunalwahl 2016 war er nicht mehr angetreten, weil er die Mandate als Gemeindevertreter und Ortsvorsteher jüngeren Kollegen überlassen wollte. 
 

1998

Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses

Nach einer Bauzeit von 4 Jahren unter tatkräftiger Mithilfe der Feuerwehrkameraden und freiwilliger Helfer - insgesamt wurden über 5320 Helferstunden erbracht - konnte man im Nov. 2014 in das neue Feuerwehrgerätehaus einziehen. 


ebenfalls 1998
entsteht ein neuer Friedhofsteil oberhalb des alten Friedhofes mit gepflastertem Mittelweg und vorgefliesten Grabumrandungen. Es werden auch Urnengräber angelegt.
 

Bei einer gemeinsamen Friedhofsbesichtigung des Ortsbeirates und des Kirchenvorstandes wird über die wünschenswerte Erweiterung der Friedhofshalle gesprochen. Dass viel Eigenleistung erforderlich wäre, wird deutlich erklärt.

Um eine solche Maßnahme zu ermöglichen und finanzielle Mittel zur Unterstützung des Vorhabens bereit stellen zu können, ruft der neue Ortsvorsteher Günter Walther (ab 1997 im Amt) den 1. Jossaer Weihnachtsmarkt ins Leben. Nahezu alle Jossaer Gruppen und Vereine beteiligen sich mit großem Erfolg. Der Weihnachtsmarkt wird bis heute beibehalten und es werden in der Folgezeit weitere Projekte ermöglicht und gefördert. 



1999

im Juli

 

wurde die alte Schule (Küppelweg 2)  an den Grundstücksnachbarn Dieter Münch verkauft 

 

 

im Oktober 1999 

Jossa erringt den 1. Platz beim Wettbewerb "Unser Dorf" im Regionalentscheid Hessen Süd. Anlässlich einer Ortsbeiratssitzung verspricht Bürgermeister Heberling eine verträgliche Lösung bei der Schnellbahntrasse und überreicht die Siegerurkunde an den Ortsvorsteher Günter Walther. Neben anderen Projekten wurde z. B. das "Brünnchen" auf dem Spielplatz in Eigenleistung mit Finanzmitteln der Gemeinde Sinntal errichtet. Hier sieht man einige Fotos von den Arbeiten.

Auf dem Foto von links: Wilhelm Zeller, Karlheinz Zeller, Adolf Lux, Günter Zeller und Heinrich Zeller. Weitere aktive Helfer waren Günter Zeller (Mühlberg), Volkmar Schwabe, Richard Euler, Helmut Schüßler und Günter Walther

 

 

1999

 

Der erste Weihnachtsmarkt in der Straße „Zum Sportplatz“ wird durchgeführt. Der Erfolg war vielversprechend. Deswegen ging es dann im Folgejahr im Schulhof, in der Turnhalle und im Feuerwehrhaus weiter, weil dort bessere Rahmenbedingen vorhanden sind (WC, Heizung, etc.).

Die Erlöse von mehreren Weihnachtsmärkten wurden für den Anbau und die Renovierung der Friedhofshalle verwendet. Mit diesen Geldern, privaten Spenden und Spenden der Firma Patzer kamen rund 35.000 DM Finanzmittel zusammen. Die Gemeinde Sinntal hat die weiteren benötigten Mittel bereitgestellt, da fast alle Arbeiten in Eigenleistung  durch die Jossaer Bürger durchgeführt wurden und dieses Engagement anerkannt werden sollte. 

 

 

2000 

 

Der Anbau an die Friedhofshalle wird fertiggestellt. Die asbesthaltigen Dachplatten werden entfernt. Die Halle wird komplett mit Tonziegeln neu eingedeckt. Die Decke wird komplett einheitlich gestaltet. Der Fußbodenbelag im alten Teil wird entfernt, in diesem Bereich wird ein Estrich eingebaut. Durch Spenden von Herwig Patzer können drei Fenster im älteren Hallenbereich neu geschaffen werden und der alte und neue Teil der Halle neu gefliest werden. Die westliche Giebelseite erhält ein Glaskreuz, das mit blau getöntem Glas kunstvoll gestaltet wird. Die notwendige Erneuerung der Elektroleitungen wird ebenfalls durchgeführt. Nahezu alle Arbeiten werden unter Leitung des ehrenamtlichen Architekten Georg Elm in Eigenleistung durchgeführt.

Nach dem Richtspruch beim Anbau an die Friedhofshalle, im Vordergrund sitzend linka Ortsvorsteher Günter Walther, rechts neben ihm Otto Fuß, Reihe dahinter von rechts: Wilhelm Zeller, Georg Elm, Willi Werner, Kurt Hahn, Dieter Michaelis, Rudi Schüßler, Manfred König, Fritz Fuß, Heinrich Werner, Edgar Seuring, Pfarrer Harald Schneider,  Lydia Elm, Marianne Grabner, Elke Walther, hintere Reihe von rechts: zwei Zimmerleute, Hans Ruppert, drei Zimmerleute, Günter Zeller, Wolfgang Strott, Karlheinz Bendisch. Foto von Günter Zeller, Mühlberg.

 

 

In Jossa wird als Abteilung des Verkehrs- und Heimatvereins die Theatergruppe "STOARK STOECK" gegründet.

Initiatoren der Gründung waren Willi Zeller, Klaus Ziegler und Norbert Schäfer. Mitbegründer und Regisseur Klaus Ziegler beschreibt die Gründung und die Entwicklung der Jossaer Theatergruppe in etwa mit folgenden Sätzen:  

Mit dem Millennium begann auch die Zeitrechnung für die STOARK STOECK

Und das begann gleich ganz stark. Mit „politisch brisantem Bauerntheater“ (hr4) trat die Gruppe erstmals auf die Bühne. Klaus Ziegler hatte als Autor und Regisseur das Lustspiel „Zug um Zug“ auf die realen Probleme der Region Spessart mit Planungen der Bahn zum Bau einer ICE-Trasse zugespitzt und inszeniert.

Im darauf folgenden Jahr folgte eine deftige Komödie, die "(Fehl-) Anzeige". Pfingsten entwickelte sich schnell zu einem Pflichttermin bei Stoark Stoeck. Stoark Stoeck wurde bekannt und die Truppe bedankte sich dafür mit den Aufführungen von echten Gassenhauern, die Klassiker "Pension Schöller" und "Der wahre Jakob" und die neue Farce aus dem Englischen "Und ewig rauschen die Gelder". Hier einige Fotos vom ersten aufgeführten Stück „Zug um Zug“.

 


Auf dem Bild links Wilma Zeller, auf dem rechten Foto das gesamte Theaterteam, nach dem ersten erfolgreich aufgeführten Stück.  

2002

 

Der Euro ersetzt die Deutsche Mark. 12 Länder in der EU führen eine gemeinsame Währung ein.

Karl Ullrich berichtet 2002 im Rahmen der Serie "Sinntaler Vergangenheit" über das kaiserliche Postamt in Jossa

2004


Prädikat "Staatlich anerkannter Erholungsort" erneut an Jossa vergeben.

Die neue Ortseinfahrt macht auch optisch einen guten Eindruck.

Eine alte Forderung des Ortsbeirates wird - zumindest teilweise -erfüllt. Der Engpass bei der ehemaligen Schreinerei bleibt leider bestehen

 

Ganz zufrieden waren die Ortsbeiratsmitglieder auch nach der Fertigstellung dieser Maßnahme nicht. Denn man hatte bei einer Anhörung zu diesem Bauvorhaben nochmal darauf hingewiesen, dass man doch –wie ursprünglich geplant – einige Gebäude erwerben und abreißen sollte, um die Engpässe nahe der Ortsmitte in der Spessartstraße zu beseitigen. Leider wurde diesem Wunsch nicht entsprochen, weil man sich über den Ankauf nicht einigen konnte.   

Die Familie Zeller (Landgasthof Joßgrund) errichtet dieses attraktive Hotel. Damit verbessern sich die Voraussetzungen erheblich, dass Jossa auch zukünftig staatlich anerkannter Erholungsort bleiben wird. Einweihung 2004

 

 

 

2005


Dank der Erlöse aus mehreren gemeinschaftlichen Weihnachtsmärkten kann eine neue Spielfläche gebaut werden Der Landessportbund, der Kreis und die Gemeinde Sinntal fördern dieses Projekt ebenfalls. Eigenleister vollenden das Werk. 

Die Spielfläche im Sommer

 

 

Auch im Winter kann die Fläche gut genutzt werden, da man eine Eisfläche herstellen kann. 

 

 

 

2006

Am Dorfplatz entsteht ein Funktionsgebäude mit Backofen und Toilettenanlage

Die CDU-Ortsgruppe Jossa baut aus den Erlösen der Weinfeste und mit großer finanzieller Unterstützung des Jossaer Bürgers Herwig Patzer ein Backhaus. Da für die Feste am Dorfplatz meistens ein WC-Wagen herbeigeschafft werden musste, entschied man sich, auch eine Toilettenanlage in das Funktionsgebäude einzugliedern. Im Jahre 2006 wird das Gebäude errichtet. 2008 kann dank der Ofenspende von Herwig Patzer dann das erste Brot gebacken werden. 

 

 

Bericht in den Kinzigtal-Nachrichten 

Der Bäcker von 2008 (ganz links) ist der gleiche Bäcker wie 2016.

 

Eigentlich sollten auch noch „Bäckerinnen“ an dem neuen Holzbackofen aktiv werden. Das wurde bis heute nicht realisiert. Aber einen erneuten Versuch wäre es doch wert. 

2007

Der Kirchturm wird renoviert. Der Zahn der Zeit und der Holzwurm hatten einen Teil des Turmgebälks so stark geschädigt, dass eine Renovierung erforderlich wurde. Die Weihnachtsmarkt-ARGE beteiligte sich mit einer Spende von 7.500 €. Die Aktion "Klingelbeutel" und Spenden Jossaer Bürger ermöglichten die Finanzierung der Maßnahme. Zum Erntedankfest konnte die Kirche wieder für den Gottesdienst genutzt werden. 

 

2008

Erlös für Kindergarten-Spielgeräte und Turnhallenausstattung

2009

 

Die Sportgemeinschaft Jossa besteht 60 Jahre. In einem kleinen Festzelt feiert der Verein dieses Jubiläum. Thema bei den Festreden ist auch die seit zwei Jahren bestehende Spielgemeinschaft mit dem Fußballverein Viktoria Altengronau. Die Vorsitzenden Stefan Walther (SG Jossa) und Friedhelm Hartmann (FV Viktoria Altengronau) betonen die Notwendigkeit der Partnerschaft, die - wie erwartet – nach jahrezehntelanger Zusammenarbeit im Jugendbereich auch im Seniorenfußballgeschehen gut funktioniert. 

Von links: Herwig Patzer, Bürgermeister Ullrich, Vizelandrat Günter Frenz

Willi Zeller (rechts) und Norbert Zeller (Mitte) wurden vom Hessischen Fußballverband durch den Kreisfußballwart Rainer Gramman (links) geehrt

 

 

 

Der Landgasthof Joßgrund feiert sein 100-jähriges Jubiläum. Im Hof war ein großes Festzelt aufgebaut. Viele wichtige Persönlichkeiten waren anwesend. Es wurde ein tolles Fest und ein Weltrekord wurde aufgestellt. Jossa ist seitdem „Welt-Schnitzelhauptstadt“

Die Familie Zeller wird anläßlich des 100-jährigen Jubiläums geehrt. Ganz rechts Kreishandwerksmeister Otmar Hutzenlaub

Ganz vorne in der Mitte Elisabeth Zeller, links daneben Waltraud Issel und Ihr Mann Willi, Hinten von links Frank Zeller, seine Frau Maike, davor Töchterchen Julia, Uta Zeller, Waldemar Zeller und Silke Zeller 

Jm August 2009 überrascht Robert Buchhold unseren Pfarrer Harald Schneider und die Jossaer Bürger als er anläßlich der 100-jährigen Fertigstellung der Jossaer Dorfkirche eine begehbare Modellkirche enthüllt. Robert Buchhold hatte mehrere Jahre in einem Verschlag an dem Projekt gearbeitet. Im Rahmen eines Gottesdienstes in einem Zelt auf dem Grundstück von Robert Buchhold auf der Hohen Leite wurde die Arbeit von Robert Buchhold gewürdigt.

Zur 100-jährigen Jubiläumskirmes 2009 hatten Willi Zeller, Norbert Schäfer und Iris Klein die Idee, dieses Jubiläumsfest mit 100 Bllooburschen zu feiern. So wurden alle "Ehemaligen" auch hierzu eingeladen. Dieser Traditionsbloo besuchte mit einem Team des Hessischen Fernsehens die Modellkirche. Der Beitrag wurde noch am gleichen Tag abends in der Hessenschau gesendet.

 

 

Bei der Jahrhundertkirmes nach dem Gottesdienst vor der Kirche: Pfarrer Schneider, Ortsvorsteher Walther und ein Teil des Kirmesbloo

Auf dem Weg von der Kirche zu den beiden Gasthäusern und zur "Kirmeshalle" (Turnhalle). Der kleinste Kirmesbursche ist Niklas Röll.

2010
Die Kirchengemeinde feiert das 100-jährige Bestehen der Dorfkirche in Jossa, die am 6. März 1910 mit einem feierlichen Gottesdienst eingeweiht wurde. Zu diesem Jubiläum kommt natürlich hoher Besuch nach Jossa. 

Auf dem Foto von links: Dekan Fritz-Eckhard Schmidt, Bischof Martin Hein und Pfarrer Harald Schneider

Der Kirchenvorstand Marjoß-Jossa mit Bischof Martin Hein, Dekan Fritz-Eckhard Schmidt und Pfarrer Harald Schneider vor der "Jubiläumskirche", deren 100. Geburtstag am 6. März 2010  gefeiert wurde

Kirchenvorstand Jossa mit Bischof Hein, Dekan Schmidt und Pfarrer Schneider 

Pfarrer i. R. Heinz Kohl, der viele Jahre in Jossa als Seelsorger wirkte, ergreift beim Beisammensein der Gottesdienstbesucher im Gemeindehaus das Wort. Im Gemeindehaus waren die gesammelten Texte und Fotos der zum Jubiläum erstellten Chronik "100 Jahre Kirche Jossa" ausgestellt. Das Buch wurde aber erst gedruckt, nachdem man auch die Berichte vom Jubiläumsfest und die Fotos von der anstehenden Konfirmation an die Druckerei geben konnte. 

Ein weiteres Jubiläum im Jahre 2010

2010

Das Dach der Turnhalle Jossa wird im Rahmen des Konjunkturprogramms des Landes Hessen durch die Gemeinde Sinntal saniert. Bei dieser Gelegenheit wird auch eine zeitgemäße Wärmedämmung mit den Dachelementen eingebaut.